Übergeordnete Planungen
Im Arten- und Biotopschutzprogramm (ABSP) des Landkreises Nürnberger
Land ist in der Karte D.2 „Ziele und Maßnahmen“ als Ziel für den
Bereich im Naturraum 112 A „Vorland der Nördlichen Frankenalb“
genannt: Neuschaffung von Hecken und Obstwiesen. Somit entspricht die Maßnahmen
den Vorgaben des ABSP.
Bestand
Die Fläche ist rechteckig ausgebildet und beträgt ca. 1,5 ha. Sie befindet sich oberhalb eines feuchten Tälchens, eines vorhandenen
Brunnens und liegt im Wasserschutzgebiet.
Die Fläche wird derzeit als Grünland genutzt. Sie ist nach Südosten
exponiert, hängig und topographisch bewegt.
Landschaftsökologische Zusammenhänge
Oberhalb befindet sich eine alte Streuobstwiese, unterhalb ein
Graben. An diesen schließt sich auf der östlichen Seite das Tälchen
an, das mit einer Mädesüßhochstaudenflur bestanden ist.
Die alte Streuobstwiese kann als Lieferbiotop dienen. Die Neuanlage
der Obstwiese verbindet den Altbestand mit dem Graben und dem feuchten Tälchen
bzw. bildet ein weiteres Glied in der Biotopvernetzung zur gegenüberliegenden
Hangseite, die ebenfalls offengehalten und extensiv genutzt wird.
Maßnahme
Die Fläche soll mit zwei parallel zu den Höhenlinien verlaufenden
Heckenriegeln (Teilstücke) mit wärmeliebenden Dornensträuchern
bepflanzt werden. Die gesamte Fläche soll mit Gruppen von Obstbäumen
(Hochstamm) bepflanzt werden. Nach der derzeitigen Planung können
insgesamt 53 Obstbäume und 620 Sträucher gepflanzt werden. Es sollen
alte, regionaltypische Sorten aus einheimischen Baumschulen verwendet
werden. Darstellung siehe Vorentwurf im M 1:1.000.
Entwicklungsziel
Insgesamt soll eine extensive Nutzung der Fläche erfolgen.
Die Fläche wird nicht gespritzt und nicht gedüngt. Das Obst kann
genutzt werden.
Die
Fläche soll durch eine zweimalige Mahd pro Jahr gepflegt werden. Die
Mahd sollte streifenweise erfolgen. In den Randbereichen sollen
Altgrasstreifen entwickelt werden, damit sich z.B. Insekten auch im
Winterhalbjahr weiterentwickeln können. Sie können auch als Lebens-
oder Nahrungsraum für andere Tierartengruppen dienen.
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