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Maßnahmenplanung - Streuobstwiese in der Gemarkung Oedenberg, Stadt Lauf

Maßnahmenplan 2003 Bestand 2002

Maßnahme 2003




  Übergeordnete Planungen
Im Arten- und Biotopschutzprogramm (ABSP) des Landkreises Nürnberger Land ist in der Karte D.2 „Ziele und Maßnahmen“ als Ziel für den Bereich im Naturraum 112 A „Vorland der Nördlichen Frankenalb“ genannt: Neuschaffung von Hecken und Obstwiesen. Somit entspricht die Maßnahmen den Vorgaben des ABSP.

Bestand
Die Fläche ist rechteckig ausgebildet und beträgt ca. 1,5 ha. Sie befindet sich oberhalb eines feuchten Tälchens, eines vorhandenen Brunnens und liegt im Wasserschutzgebiet.
Die Fläche wird derzeit als Grünland genutzt. Sie ist nach Südosten exponiert, hängig und topographisch bewegt.

Landschaftsökologische Zusammenhänge
Oberhalb befindet sich eine alte Streuobstwiese, unterhalb ein Graben. An diesen schließt sich auf der östlichen Seite das Tälchen an, das mit einer Mädesüßhochstaudenflur bestanden ist.
Die alte Streuobstwiese kann als Lieferbiotop dienen. Die Neuanlage der Obstwiese verbindet den Altbestand mit dem Graben und dem feuchten Tälchen bzw. bildet ein weiteres Glied in der Biotopvernetzung zur gegenüberliegenden Hangseite, die ebenfalls offengehalten und extensiv genutzt wird.

Maßnahme
Die Fläche soll mit zwei parallel zu den Höhenlinien verlaufenden Heckenriegeln (Teilstücke) mit wärmeliebenden Dornensträuchern bepflanzt werden. Die gesamte Fläche soll mit Gruppen von Obstbäumen (Hochstamm) bepflanzt werden. Nach der derzeitigen Planung können insgesamt 53 Obstbäume und 620 Sträucher gepflanzt werden. Es sollen alte, regionaltypische Sorten aus einheimischen Baumschulen verwendet werden. Darstellung siehe Vorentwurf im M 1:1.000.

Entwicklungsziel
Insgesamt soll eine extensive Nutzung der Fläche erfolgen.
Die Fläche wird nicht gespritzt und nicht gedüngt. Das Obst kann genutzt werden.
Die Fläche soll durch eine zweimalige Mahd pro Jahr gepflegt werden. Die Mahd sollte streifenweise erfolgen. In den Randbereichen sollen Altgrasstreifen entwickelt werden, damit sich z.B. Insekten auch im Winterhalbjahr weiterentwickeln können. Sie können auch als Lebens- oder Nahrungsraum für andere Tierartengruppen dienen.