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KLAUS ALBRECHT,
MATTHIAS HAMMER, Nürnberg & JENNIFER HOLZHAIDER, München
Erschienen in
der Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz
Herausgeber: Bundesamt für Naturschutz (BfN):
Heft 71: Angelika Meschede, Klaus Gerhard Heller und Peter
Boye (2002):
Ökologie, Wanderungen und Genetik von Fledermäusen in Wäldern -
Untersuchungen als Grundlage für den Fledermausschutz.
Bezugsquelle im Internet: www.lv-h.de/bfn
Textauszug:
Fragestellung: Die Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii) gilt
noch immer als Paradebeispiel einer streng
an Laubwälder angepassten Fledermausart. Diese Einschätzung beruht auf
der Entdeckung individuenreicher
Vorkommen in ausgedehnten Laubwaldbereichen Nordbayerns, die auch
Gegenstand
intensiver ökologischer und populationsbiologischer Studien waren (WOLZ
1986, 1988,
1992, SCHLAPP 1990, KERTH & KÖNIG 1996). SCHLAPP (1990) bezeichnete
sie aufgrund ihrer
an stabile Habitatverhältnisse angepassten Siedlungsstrategie als „Urwaldfledermaus“.
Durch die Untersuchungen von LEITL (1995) in Kiefern- und
Fichtenwäldern der Oberpfalz,
bei denen er in den untersuchten Waldgebieten neben einzelnen Männchen
der Art in
jedem Jahr z.T. auch Wochenstuben nachweisen konnte, war diese
Einstufung in Frage
gestellt. Offenbar kann die Bechsteinfledermaus auch in
Nadelmischwäldern oder Nadelholzreinbeständen
Fortpflanzungskolonien aufbauen ...

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